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Immer auf's Ziel

Drei brave Bogenshuetzer aus Frankreich - Bruno Busato, Emeric Sebille und Quentin Wagner haben die lange Busfahrt aus der Heimat nach Bishops Stortford überstanden - und haben dort zwei dank Ryanair eingeflogene Deutsche kennegelernt - nämlich Markus Ruth and Stefan Kolodziejski aus Florstadt nähe Friedberg, Hessen.

Eingeladen waren sie alle, um 108 Pfeile zu schiessen auf Zielen 60, 50 und 40 yards entfernt. Ja, yards (ein Yard=0,91M)! Die Mannschaft aus Stortford benötigte alle Vorteile, die sie sich holen konnte. Die Anwendung von englischen statt internationalen Spielregeln war die erste Methode, den Heimvorteil auszunutzen. Die Feldpartei, von John Tait gefuhrt, hatte die Zielscheiben auch noch auf englisch numeriert - und damit einen der franzoezischen Schützen so verwirrt, dass er auf die falsche Scheibe zielte. Zweimals. Alles aber um sonst, wie es sich herausstellte. Die Besucher schlugen die Gastgeber - wenn auch nur mit geringen Abstand.

Die Briten wissen erfahrungsgemaess, wie man sich anmutig geschlagen gibt und ein gemuetliches Essen im Pub - mit Siegerehrung und Umtrunk - zementierte die Freundschaften, die sich im Laufe des Tages entwickelt hatten. Dem Vereinssprecher, Phil Lambert wurde auch bei dieser Gelegenheit einen Gedenkteller des franzoesischen Klubs ueberreicht.

Sonntag hatte die Stortford Mannschaft wieder einen cleveren Plan. Langbogenspezialist Mike Denmark und seine Mannschaft setzten Tierscheiben aus (eine Mischeng aus 3D und 2D Scheiben). Fuer die Mehrzahl der Besuchern was dies etwas ganz neues - insbesondere weil Mike sichergestellt hatte, dass alle aus dem Gebuesch schiessen mussten. Phil erzaehlte klar, dass der Tournier "just for fun" war und dass es keine Preise geben würde - was aber nich hinderte, dass eine ueberhohe Anzahl von auslaendischen Namen unter den top-Ergebnissen auftauchten.

Nun spielten die Briten eine englishe Trumpfkarte - afternoon tea im vollen Sonnenschein auf dem Spielfeld serviert. Ganz ungewiss waren die Besucher, dass dies ein weitere Schritt war des Planes, die Konkurrenzsfaehigkeit der Besucher zu entschaerfen. Die deutsche Besucher nutzten diese Gelegenheit, um eine schoene Plakette an Phil Lambert zu ueberreichen - wofuer er sich herzlich bedankte.


In einer fuchsige "teilen und ueberwinder" Bewegung, Jeremy Dixon, einer der Gastgeber, ueberredete seinen Gast, lieber nochmal zum Pub zu gehen als bei der letzten Pruefung "Bowling" teilzunehmen. Mit etwas verbesserten Chanzen, Gastgeber Peter und Sue Johnson waren sicher, sie wuerden den Gaesten etwas beibringen koennen und wurften die Mehrzahl der angeziehlten Pins um. Um sicherzustellen, das die falsche Mannschaft nicht gewann, wurde keine Ergebnissliste produziert (obwohl ich doch nebenbei merkte, dass ein Franzoese das beste Ergebnis des Abends erreichte).
Herzlichen Dank an die Dixons, Johnsons und Lamberts, die Gastgeber waren und an alle, die mit der Organization mitgeholfen haben. Und natuerlich auch an die Besucher. Ohne Euch hätte ein so schoenes Weekend nicht stattgefunden

Peter Sweetman


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